Der alte Grundstein

Es ist nicht lange  her, dass der Bagger sein Zerstörungswerk begonnen hat. Inzwischen sind nur noch Berge der verschiedensten Materialien zu sehen: Sand- und Bruchsteinhaufen, Betonbrocken mit Stahlarmierungen in den verschlungensten Formen, die nun alle nacheinander vom Bagger abgetragen und durch große Laster fortgefahren werden.

Am Dienstag, als der Bagger bei seiner Arbeit im Eingangsbereich tätig war, ließ es sich Herr Tilinski nicht nehmen, die Arbeit zu beobachten und auch Herr Klupsch gesellte sich dazu. Und so war es dann Herr Tilinski, der mit seinen scharfen Augen den alten Grundstein erspähte und sofort dem Baggerfahrer Einhalt gebot, um ihn zu bergen. Beim Öffnen des Pentagondodekaeders aus Kupfer fanden sie dann ein Blatt mit der folgenden Inschrift, die von 44 Erziehern, Lehrern und Vorstandsmitgliedern unterschrieben war:

In dieser Halle, die wir für die Freie Waldorfschule in Benefeld über diesem Grundstein errichten, soll walten und wirken, was aus Weisheit und Liebe,  Schönheit und Güte entspringt, um in jungen Menschen Helligkeit des Geistes Innigkeit des Herzens und  Tüchtigkeit des Willens zur Entfaltung zu bringen.

 

Dies erstreben mit der Kraft ihres ganzen Wesens diejenigen, die hier lehren und erziehen, und diejenigen, die diesem Willen den Wirkensbereich schaffen wollen.

 

 

Für den Vorstand

Christoph Küchel

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