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WALSRODER MARKT, 17. NOVEMBER 2006

Schule wird zur Opernbühne
Zaubernflötepremiere ist am 28. Juni

Eine große märchenhafte Oper in einer Schule zur Aufführung bringen, dies ist das erklärte Ziel der Waldorfschule in Benefeld, die von Schülern aus dem weiten Umland, von Schwarmstedt bis Rotenburg, besucht wird. Wie das geht? Indem alle, Schüler, Lehrer, Eltern und Förderer an einem Strang ziehen und auch persönlich an dem Ziel mitarbeiten, wo es nötig ist. Dies ist die Vorstellung des Organisationsteams mit den Lehrern Michael Delventhal, Thomas Frietzke-Nowak und Boris Gottlöber an der Spitze. Nach ersten positiv verlaufenden Abstimmungen im Lehrerkollegium und in der Elternschaft ist man jetzt bereits in der konkrete Übungsphase angekommen.

"Jetzt nehmen wir die Herausforderung an, und ab sofort ist das Projekt nicht mehr umzukehren", so meinten Michael Delventhal und Musiklehrer Thomas Fietzke-Nowak bei der Vorstellung des Projektes "Zauberflöte". Und eine Herausforderung ist und bleibt dieses Projekt allemal. Eine große Oper wie die "Zauberflöte" von Mozart mit Laien aufzuführen ist nicht so einfach und verursacht auch enorme Kosten. Die Organisatoren rechnen mit mindestens 37000 Euro an Kosten. Über 400 Beteiligte sind zu koordinieren, auszubilden, und dies alles neben und teilweise mit dem laufenden Unterrichtsprogramm, eine wahre Mammutaufgabe.

Erste schlaflose Nächte habe er deswegen schon verbracht, bekannte sich Boris Gottlöber, der das Projekt quasi von seiner ehemaligen Waldorfschule in Chemnitz mitgebracht hat.

Dort hatte die Schule unter der Projektleitung der Sängerin und Stimmbildnerin Constanze Saltzwedel die Zauberflöte schon einmal zur
Aufführung gebracht. Als diese den Kontakt zur Waldorfschule Benefeld suchte, erinnerte sich Boris Gottlöber an das Projekt. Und sofort setzte sich die Idee in Benefeld fest und fand begeisterte Anhänger. Inzwischen gibt es einzelne Projektgruppen, zum Beispiel für die Kostümschneiderei, für das Bühnenbild und für das Üben in den einzelnen Schüler- und Eltern-Gruppen. Ein Eltem-Lehrerchor ist entstanden und Bläserkreis, Schulchor und Schulorchester (Zauberflötenorchester) sind eingebunden. Das Orchester wird übrigens durch externe Musiker verstärkt. Ein großer Ablaufplan regelt alle Übungstermine und den gesamten Zeitplan bis zur Premiere.
"Alle Beteiligten arbeiten auf das große Ziel, die Prenüere am 28. Juni 2008 in der Festhalle der Waldorfschule, hin!" so Michael Delventhal. Musikpädagoge Thomas Fietzke-Nowak ist schon jetzt ganz gespannt, ob alles mit der rund vierstündigen Aufführung klappen wird. Drei weitere Aufführungen sind geplant. Wie dieses Projekt bereits bei den Schülem angekommen ist, zeigte sich zum Ende eines Gespräches mit den Lehrern, als eine Schülergruppe ins Besprechungszimmer hereinschaute und spontan das Lied vom Vogelfänger anstimmte.

Originalartikel


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