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Presseberichte



WALSRODER ZEITUNG, 17. NOVEMBER 2006

Waldorfschule will sich weiter öffnen
Neuausrichtung nach Verkauf des Internats: Gelände an »innere Umgestaltung« anpassen

Noch » versteckt« sich die Freie Waldorfschule in Benefeld hinter dichten Büschen und Bäumen, von der Straße aus ist der Haupteingang der Schule kaum zu erkennen. Dies soll sich bald ändern: In den kommenden Jahren will die Waldorfschule in ihr äußeres Er-scheinungsbild investieren »und damit das äußere Bild an die innere Umgestaltung anpassen«.

Benefeld (jn). Viele Menschen in der Region verbinden mit der Freien Waldorfschule in Benefeld noch immer einen eher geschlossenen Komplex. Doch die Zeiten der Internatsschule sind längst vorbei, mittlerweile kommen die 340 Schüler aus der Region - das Internatsgebäude ist verkauft worden (WZ berichtete). »Jetzt wollen wir den Eingangsbereich so gestalten, dass sich die Waldorfschule auch optisch nach außen öffnet und als Schule sichtbar wird«, erklärt Johann Wulfes die neue Ausrichtung in Benefeld. Über eine halbe Million Euro will der Schulverein schon im kommenden Jahr investieren, um die Pläne für den Eingangsbereich und einen neuen Kunsttrakt umzusetzen.

Dafür wird kräftig abgeholzt - für einen freien Blick von der Durchgangsstraße auf den Schulkomplex. Gleichzeitig entsteht am Eurythmie-Pavillon, der vom Buschwerk eher verdeckt an der Straße liegt, ein Anbau für den Kunstunterricht. Dieser neue Trakt für Kunst und Eurythmie soll dann besser einsehbar sein und mit wechselnden Schulkunst-Austellungen auch Besuchern offen stehen. »Aus früheren Internatszeiten präsentiert sich unsere Schule heute äußerlich noch sehr verschlossen, obwohl sich innerlich längst ein Wandel vollzogen hat«, erklärt Johann Wulfes.

Die Waldorfschule versteht sich inzwischen als Angebotsschule für die Kinder aus der Region - auch wenn das Einzugsgebiet mit bis z 40 Kilometern deutlich über dem anderer Bildungseinrichutngen liegt. Doch der anthroposophische Ansatz der Freien Waldorfschule spricht offensichtlich immer mehr Eltern an: In nur vier Jahren stieg die Schülerzahl von 280 auf inzwischen 340 Erst- bis Zwölfklässler an. Uneingeschränktes Wachstum will der Trägerverein allerdings nicht: »Wir möchten einzügig bleiben", heißt es in Benefeld.

Bei rund 370 Schülern ist das Maximum erreicht. Schon jetzt wird es unter den alten Dächern eng. Deswegen sieht der Entwicklungsplan für 2008 einen Neubau für die Klassen l bis 4 vor. Dort sollen die Unterrichtsräume größer gestaltet werden »um dem Bewegungsbedarf der heutigen Schüler Rechnung zu tragen«.Bislang noch Zukunftsmusik, aber langfristig angedacht sind noch mehr Projekte: die Erweiterung von Mensa und Küche, der Bau eines Handwerker- und eines Gartenbauhauses sowie der Neubau der Sport- und Festhalle. Auch das Schulgebäude aus den 30er Jahren braucht eine Überholung. An einem Finanzierungsplan wird gearbeitet.
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