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Presseberichte

WALSRODER ZEITUNG 04. MAI
Poesie ohne Worte: Wie das Leben ist
Pantomime mit Alexander Neander und Wolfram von Bodecker in der Waldorfschule
Die beiden Mimen, die sich während ihres Studiums an der Ecole Marcel Marceau kennenlernten, zeigten mit »!silence!« am Freitag in der Benefelder Wiildorfschule ihr Erstlingsprogramm, für das sie 1999 den Berliner Publikumspreis erhielten. Pantomime, verbunden mit Elementen aus Illusion und Tanz - Alexander Neander und Wolfram von Bodecker nahmen ihre Zuschauer mit auf Etappen durch das bunte Leben.
Weitere erzählerische Dimension: die Musik. So ließen Vivaldis Jahreszeiten die Blume des Liebenden blühen, dem Herbststurm fielen die Blüten zum Opfer, der Frühling ließ die vereisten Gliedmaßen des armen Kerls tauen und schließlich in die Arme der Geliebten finden (eine am Jacket installierte Perücke).
Der Start in der Raumfähre, das erlösende Ankommen im Orbit und die Schwerelosigkeit ließen sie ebenso mühelos nachempfinden wie skurrilwitzig, die Reise durch die Filmgeschichte. Der Dritte Mann ließ grüßen, die Szenerie von Star Wars wurde herauf beschworen, selbst der Weiße Hai tauchte auf.
Amüsant auch eine Kellnerszene. Mit unglaublicher Gischmeidigkeit bewegten sich die beiden Künstler auf der Bühne verstanden es virtuos ihr Publikum hin und her zu schicken zwischen Poesie und Abenteuer, Spannung und Belustigung, stiller Nachdenklichkeit und lauthalsem Lachen. Und selbst dies wussten sie noch zu differenzieren: Lachen aus Angst, Lachen aus Amüsement, Lachen aus Schadenfreude, aus Genuss an gut gesetzten Pointen - wie das Leben eben ist.
Originalartikel
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